Zukunftslabor Finanzverwaltung: Innovationen entwickeln, testen und skalieren
Das Zukunftslabor Finanzverwaltung ist der Schlüssel zur Transformation der Steuerverwaltung in eine hocheffiziente, bürger- und unternehmensfreundliche Service-Institution. Ziel ist es, innovative Lösungen zu entwickeln, praxistauglich zu testen und für alle Bundesländer passend zu skalieren.
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Die Vision des Zukunftlabors Finanzverwaltung
„Im Zukunftslabor Finanzverwaltung entstehen in kleinen, agilen Teams marktreife Prototypen für zentrale Herausforderungen der Digitalisierung. Kreative Methoden und kollaboratives Arbeiten bringen innovative Lösungen schnell in die Praxis. Das Labor schafft neue Standards, optimierte Prozesse und hohe Akzeptanz bei Mitarbeitenden sowie Bürgerinnen und Bürgern – und ebnet den Weg für die digitale Steuerverwaltung von morgen.“
DSTG-Bundesvorsitzender Florian Köbler
Warum der Innovationstreiber jetzt notwendig ist
Ein System, das alle belastet – und die Zeit drängt: 83 Millionen Bürgerinnen und Bürger, 3,5 Millionen Unternehmen und 110.000 Verwaltungsmitarbeitende stehen unter Druck. Gleichzeitig gehen jährlich Milliarden Euro durch ineffiziente Prozesse verloren. Die zentrale Herausforderung: Technische Insellösungen sind teuer und riskant. Es braucht effiziente, skalierbare und praktikable Lösungen, die über föderale Grenzen hinweg funktionieren. Genau hier setzt das Zukunftslabor Finanzverwaltung an.
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FAQ zum Zukunftslabor Steuern
Das Zukunftslabor Steuern ist der DSTG-Vorschlag für eine schnellere, digitalere und praxistauglichere Finanzverwaltung. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Zielen, Arbeitsweise, Beteiligten und dem Nutzen für Beschäftigte, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger.
Was ist das Zukunftslabor Steuern der DSTG?
Das Zukunftslabor Steuern ist eine Innovationswerkstatt für die Finanzverwaltung. Es ist keine neue Behörde, sondern ein Ort der Umsetzung: Praktiker*innen aus Finanzämtern entwickeln gemeinsam mit Fachleuten aus IT, UX-Design, Datenanalyse und Organisationsentwicklung Lösungen für konkrete Probleme aus dem Arbeitsalltag. Erfolgreiche Lösungen werden nach der Erprobung in die Fläche gebracht.
Warum braucht die Finanzverwaltung ein Zukunftslabor?
Steuerbetrug wird komplexer, digitale Verfahren müssen schneller und nutzerfreundlicher werden, zugleich scheiden in den kommenden Jahren viele erfahrene Beschäftigte aus dem Dienst aus. Die Finanzverwaltung braucht deshalb Wege, um Probleme früh zu erkennen, Lösungen schnell zu entwickeln und praxistaugliche Anwendungen zügig einzuführen. Genau diese Lücke soll das Zukunftslabor Steuern schließen.
Wie funktioniert das Zukunftslabor Steuern?
Das Zukunftslabor arbeitet in vier Schritten: Verstehen, Entwickeln, Testen und Skalieren. Beschäftigte bringen konkrete Herausforderungen aus den Finanzämtern ein. Interdisziplinäre Teams entwickeln erste Prototypen, testen sie in ausgewählten Behörden und verbessern sie anhand echter Praxiserfahrungen. Was sich bewährt, kann bundesweit eingeführt werden.
Welche Probleme löst das Zukunftslabor Steuern?
Das Zukunftslabor soll nicht abstrakte Strategiepapiere produzieren, sondern praktische Probleme lösen. Dazu gehören etwa zu langsame Prüfprozesse, komplizierte Formulare, störanfällige IT-Schnittstellen oder Arbeitsabläufe, die Beschäftigte unnötig binden. Auch Anwendungen zur besseren Erkennung von Steuerbetrug gehören zum möglichen Arbeitsfeld.
Wie hilft das Zukunftslabor Steuern gegen Steuerbetrug?
Moderne Datenanalyse kann helfen, Auffälligkeiten und Betrugsrisiken früher zu erkennen sowie Prüfungen gezielter zu priorisieren. Das Zukunftslabor Steuern soll dafür praxistaugliche Analysetools, Frühwarnsysteme und digitale Verfahren entwickeln und testen. So können Ressourcen dort eingesetzt werden, wo das Risiko besonders hoch ist, während ehrliche Steuerzahlende entlastet werden.
Was bringt das Zukunftslabor Beschäftigten in den Finanzämtern?
Beschäftigte sind keine bloßen Anwenderinnen fertiger Programme, sondern gestalten die Lösungen mit. Sie bringen ihre Erfahrungen aus der Praxis ein und entwickeln gemeinsam mit IT und UX-Designern Werkzeuge, die im Arbeitsalltag tatsächlich helfen: etwa KI-Assistenz, automatisierte Vorprüfungen oder bessere Datenflüsse
Wer arbeitet im Zukunftslabor Steuern?
Im Zukunftslabor arbeiten Fachleute aus der Steuerverwaltung mit Softwareentwicklerinnen, UX-Designerinnen, Data Scientists sowie Expertinnen für Verwaltung und Prozesse zusammen. Das Konzept sieht ein Kernteam mit rund 50 Prozent internen Fachleuten, rund 33 Prozent externen IT- und Innovationsspezialistinnen sowie einen wechselnden Rotationspool aus den Finanzämtern vor.
Was bedeutet das Rotationsprinzip?
Praktiker*innen aus den Finanzämtern sollen nicht dauerhaft in das Zukunftslabor wechseln. Sie kommen für konzentrierte Arbeitssprints in das Labor, bringen konkrete Herausforderungen mit und arbeiten an ersten Lösungen. Danach kehren sie mit ihren Erfahrungen und praxistauglichen Werkzeugen in ihre Behörden zurück. So entwickelt das Zukunftslabor Lösungen aus der Finanzverwaltung heraus – nicht an ihr vorbei.
Was bedeutet „agile Entwicklung“ im Zukunftslabor Steuern?
Agile Entwicklung bedeutet: Statt jahrelang an einem perfekten Konzept oder Pflichtenheft zu arbeiten, wird früh ein erster funktionierender Prototyp erstellt. Dieser wird an realen Fällen getestet, verbessert oder – wenn er nicht trägt – verworfen. Dieser Ansatz reduziert Risiken, beschleunigt die Umsetzung und bindet die Erfahrungen der Beschäftigten von Anfang an ein.
Welche Themen bearbeitet das Zukunftslabor Steuern?
Das Konzept bündelt die Arbeit in fünf Bereichen:
Digitale Bürgerdienste: Einfachere, verständliche und hürdenarme Zugänge zu Steuerleistungen und Auskünften.
Moderne Verwaltung: Digitale Werkzeuge, KI-Assistenz, automatisierte Vorprüfungen und verlässliche Datenflüsse.
Wirtschaftsförderung: Weniger Aufwand für steuerliche Formalitäten, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Business Experience: Steuerprozesse, die sich besser in Buchhaltung und Unternehmensabläufe integrieren.
Trusted Compliance: Datenanalyse und risikoorientierte Prüfverfahren gegen Steuerbetrug und zur Stärkung ehrlicher Steuerzahlender.
Welche Ziele verfolgt das Zukunftslabor Steuern?
Das Konzept sieht mindestens 20 Prototypen pro Jahr vor. Als Zielgrößen nennt es zudem mindestens 10 Prozent Kostenreduktion und mindestens 30 Prozent Effizienzsteigerung. Geplant ist ein Gesamtbudget von rund 50 Millionen Euro über fünf Jahre. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Zahl der Projekte, sondern dass Lösungen in der Praxis funktionieren und schnell in die Fläche gelangen.
Hat die Bundesregierung das Zukunftslabor Steuern übernommen?
Die Bundesregierung hat das Zukunftslabor Steuern in ihren Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität aufgenommen. Damit ist ein von der DSTG entwickelter Ansatz in der politischen Umsetzung angekommen. Nun kommt es darauf an, das Zukunftslabor gemeinsam mit Bund und Ländern aufzubauen, dauerhaft handlungsfähig zu machen und mit ausreichenden Ressourcen auszustatten.
Warum müssen Bund und Länder beim Zukunftslabor Steuern zusammenarbeiten?
Die Finanzverwaltung ist föderal organisiert: Viele operative Prozesse und die Arbeit in den Finanzämtern liegen in der Verantwortung der Länder. Damit erfolgreiche Lösungen nicht auf einzelne Pilotbehörden begrenzt bleiben, müssen Bund und Länder gemeinsam Standards schaffen, Praxistests ermöglichen und die Einführung in allen Bundesländern organisieren.
Wie wird das Zukunftslabor Steuern finanziert?
Das Konzept rechnet mit einem Gesamtbudget von rund 50 Millionen Euro für fünf Jahre. Die Finanzierung soll nach dem Vorschlag aus Mitteln von Bund und Ländern sowie europäischen Förderprogrammen und privaten Partnern erfolgen. Der größte Teil des Budgets ist für Personal vorgesehen – insbesondere für Fachkräfte aus Steuerverwaltung, IT, Datenanalyse und nutzerzentriertem Design.
Wo finde ich das Konzept zum Zukunftslabor Steuern?
Das vollständige Konzept mit Hintergrund, Wirkungsbereichen, Teammodell und Umsetzungsvorschlägen finden Sie hier: Konzept Zukuftslabor Finanzverwaltung downloaden.




